ÖPNV nach Darmstadt


Einreichdatum Antrag 03.08.2019


Der Gemeindevorstand wird beauftragt, sich unverzüglich bei dem ÖPNV-Dezernenten des Landkreises, beim Landrat, beim Städte- und Gemeindebeirat der DADINA und beim Landesverkehrsminister für ein ÖPNV-Sofortprogramm mit folgenden Punkten einzusetzen und damit den Klimaschutz aktiv zu fördern:

1. Lückenfreier Betrieb der Buslinie N im Halbstundentakt an Samstagen bis 24 Uhr und Aufnahme des Betriebs im Halbstundentakt an Sonntagen.

2. Mo-Fr lückenfreier 15-Minuten-Takt auf der Buslinie O zwischen Ober-Ramstadt, Mühltal und DA-Böllenfalltor.

3. Mo-Fr lückenfreier 15-Minuten Takt auf den Buslinien NE und N zwischen Mühltal und DA-Böllenfalltor auf jeder Linie.

4. Einsatz von Vier-Wagen-Doppelstockzügen mit Loks auf der Odenwaldbahn zumindest in der Hauptverkehrszeit. Damit verbunden können die vorhandenen Itino-Triebwagen zur Verlängerung von 2019 nur einteilig oder zweiteilig fahrenden Zügen eingesetzt werden.

Begründung:

Zur lokalen Erfüllung der Klimaschutzziele sind weitaus größere Anstrengungen erforderlich als bisher. Ein Sofortprogramm für den Schienenverkehr auf der Odenwaldbahn ist daher erforderlich, auch auf den Buszubringerlinien aus Mühltal.

Sogar in den Sommerferien 2019 waren einige Odenwaldbahn-Züge nahe der Kapazitätsgrenze, außerhalb der Ferien ist nach Berichten des Odenwälder Fahrgastbeiratsvorsitzenden bei einigen Zügen an Stationen im Kreis DA-DI kein Zustieg mehr möglich.

Im Sommer 2020 ist mit einer jeweils mehrwöchigen (nicht gleichzeitigen) Sperrung des Lohbergtunnels und der B 26 am Darmstädter Ostbahnhof zu rechnen, in einem der Folgejahre mit bis zu 7 Monaten Sperrung der B 26. Unabhängig davon, ob die B 26 Sperre mit dem Bau einer Busspur erfolgt, ist mit einer Behinderung des Bus- und KfZ-Verkehrs zu rechnen. Wie bereits zu früheren Anlässen von der Dadina-Geschäftsführung empfohlen (April 2019), werden Menschen aus dem Bus in den Zug wechseln wollen. Viele Odenwald-Züge sind an der Kapazitätsgrenze. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind ein Sofortprogramm gegen Stau und für die lokale Erfüllung der Klimaschutzziele. Diese Maßnahmen sind auch ohne die B 26-Sperrung sinnvoll, um die Kapazität des ÖPNV aus dem Ostkreis zu erhöhen, nachdem Straßenbahn- und Parkhausideen nicht förderfähig sind.

Hinweis zur konkreten Umsetzung der beantragten Punkte: Die Punkte 1 und 2 lassen sich mit dem 2019 vorhandenen Fuhrpark umsetzen. Für Punkt 3 sind einige zusätzliche Fahrzeuge (Busse) erforderlich. Für Punkt 4 sind Doppelstockwagen aus dem Bundesgebiet zusammenzuziehen und Loks anzumieten.